Martina
24. Oktober 2009 | Stuttgart
Ich muss sagen- diese Seite ist wunderschön und das was ich gelesen hab, hat mich sehr berührt und traurig gemacht. Ich kenne Manu schon vom Forum für Sternchenmamis, da ich selber eine Betroffene bin. Leider habe ich dieses Jahr schon 4 Kinder verloren. Wir haben Gott sei Dank schon eine gesunde Tochter mit 2 Jahren. Mein 1. Verlust in der 12. SSW hat mich am meisten getroffen. Ich hab wochenlang gelitten und immer wieder die US- Bilder und den Mutterpass angeschaut und nicht geglaubt, dass mein Kind nicht mehr bei uns ist. Als dann 3 Monate später sich wieder ein Bewohner anmeldete, waren wir so glücklich. Es sollte sich also doch zum Guten wenden. Nie hätte ich geglaubt, dass wir dieses Kind auch hergeben müssen in der 6. SSW. Kaum 4 Wochen vergangen- es kam mir wie im Traum vor, war ich wieder schwanger. Wir erwarteten Zwillinge! Nun hatte sich endlich mein Wunsch erfüllt- wir werden eine große Familie. Trotz der vorangegangen Verluste waren wir sehr optimistisch. Noch einmal werden wir das nicht mitmachen. Doch das Schicksal wollte es anders: Unsere Zwillinge starben in der 9. Woche und 5 Tage später war ich bei der Ausschabung. Eine Ursache hat man nie gefunden. Alle Werte sind gut bei mir. Meine Trauer ist rießengroß, aber ich habe so viel gelernt und bin feinfühliger geworden. Jeder einzelne Tag wartet darauf, dass ich das Beste daraus mache. Ich vermisse meine Sternchen unendlich und wünschte, es wäre alles anders gekommen. Oft hadere ich mit dem Schicksal und mit Gott. Meine 4 ungeborenen Kinder gehören nun genauso zu mir wie meine lebende Tochter. Sie haben uns mit ihren Engelsflügeln ganz tief im Inneren angerührt und eine große Liebe angefacht, die stärker ist als der Tod. Ich werde glücklich sein an dem Tag, wo ich sie im Himmel wiedersehe. Ich weiß auch, dass irgendwo in der Zukunft noch ein Licht auf uns wartet und wir doch noch eine große Familie werden.
Danke, dass es Menschen gibt, die diese besondere Art der Trauer verstehen.
Martina
Mela
5. Juni 2009 | Siegen
ich habe unsere Tochter Angelina am 08.April.09 tot geboren.
Ich war in der 26. SSW, habe bei der untersuchung meiner Frauenärztin erfahren, dass das kleine Herzchen nicht mehr schlägt und ich sofort ins Krankenhaus müsste. In diesen Augenblick ist mein Herz gebrochen.
Wir haben 3 Kinder, und haben uns sehr auf unseres Prinzesschen gefreut. Die Geburt wahr schrecklich, im OP( ausschabung der Plazenta ) als ich die Nahrkose bekommen hatte, hatte ich zu Gott gebeten nicht mehr aufzuwecken doch dann hatte ich meine 3 Kinder vor meinen Augen und dachte ich kann sie doch nicht alleine lassen.
Am gleichen Tag bin ich wieder aus dem Krankenhaus, wollte so schnell wie möglich zu meinen Kindern.
Wir hatten alles für die Beerdigung vorbereitet, am 15.04.09 um 12:30 Uhr sollte es stattfinden. Irgendwie hatte ich mich auf den Tag, ich weis nicht wie ich es ausdrucken soll also ich wusste ab dann könnte ich jeden Tag dorthin und meiner kleinen Blumen bringen oder den Teddy den Ihr sein Bruderchen gekauft hatte da lassen.
An den Tag um 09:00 rief uns unser Besttater an und sagte dass die Beerdigung nicht stattfinden könnte weil die Leiche meiner Tochter nicht aufgefunden werden konnte. Tja und jetzt muss ich damit lernen damit zu leben.
Wir versuchen unseren schrecklichen Schicksal zu verarbeiten obwohl es sehr schwer ist. Zur Zeit besuche ich auch eine Terapeutin, die sehr Hilfreich ist genau wie eure Seite hier in der ich zufälliger weise kam.
Liebe Grüsse, Mela