Mela
5. Juni 2009 | Siegen
ich habe unsere Tochter Angelina am 08.April.09 tot geboren.
Ich war in der 26. SSW, habe bei der untersuchung meiner Frauenärztin erfahren, dass das kleine Herzchen nicht mehr schlägt und ich sofort ins Krankenhaus müsste. In diesen Augenblick ist mein Herz gebrochen.
Wir haben 3 Kinder, und haben uns sehr auf unseres Prinzesschen gefreut. Die Geburt wahr schrecklich, im OP( ausschabung der Plazenta ) als ich die Nahrkose bekommen hatte, hatte ich zu Gott gebeten nicht mehr aufzuwecken doch dann hatte ich meine 3 Kinder vor meinen Augen und dachte ich kann sie doch nicht alleine lassen.
Am gleichen Tag bin ich wieder aus dem Krankenhaus, wollte so schnell wie möglich zu meinen Kindern.
Wir hatten alles für die Beerdigung vorbereitet, am 15.04.09 um 12:30 Uhr sollte es stattfinden. Irgendwie hatte ich mich auf den Tag, ich weis nicht wie ich es ausdrucken soll also ich wusste ab dann könnte ich jeden Tag dorthin und meiner kleinen Blumen bringen oder den Teddy den Ihr sein Bruderchen gekauft hatte da lassen.
An den Tag um 09:00 rief uns unser Besttater an und sagte dass die Beerdigung nicht stattfinden könnte weil die Leiche meiner Tochter nicht aufgefunden werden konnte. Tja und jetzt muss ich damit lernen damit zu leben.
Wir versuchen unseren schrecklichen Schicksal zu verarbeiten obwohl es sehr schwer ist. Zur Zeit besuche ich auch eine Terapeutin, die sehr Hilfreich ist genau wie eure Seite hier in der ich zufälliger weise kam.
Liebe Grüsse, Mela
Monika
28. Mai 2009 | Süddeutschland
Heute wurden ich und mein kleiner Krümel von einander getrennt (das Fachwort dafür kann ich leider nicht ausschreiben, es ist so unmenschlich). Ich und mein Mann haben so für dieses Kind gekämpft. Seit 8 Jahren versuchen wir schwanger zu werden und so langsam gehe ich auf die 40 Jahre zu. Wir haben 7 Inseminationen und 2 künstliche Befruchtungen hinter uns. Wir hatten dieses Kind so verdient, aber das hattet Ihr natürlich alle auch. Ich hatte vergangen Sonntag leichte Zwischenblutungen und so sind wir völlig aufgelöst in die Frauenklinik gefahren. Man hat uns dort beruhigt...das Herz hat geschlagen und schließelich gibt es das wohl oft, daß Frauen leichte Blutungen haben. Am Dienstag bin ich dann zu meinem hiesigen Frauenarzt gefahren und ich dachte noch im Nachhinein, ich hätte am Sonntag leicht überreagiert. Zuerst machten der Arzt und ich noch "Lockere Sprüche" und dann hat er mich untersucht. Ich habe natürlich gleich gesehen, daß da was nicht stimmt und mir ist schon das Herz selber stehen geblieben, bevor er es gesagt hat. Es war so schlimm, ich wäre beinahe in Ohnmacht gefallen, als er es mir sagte. Er war selber ganz geschockt. Ich werde diesen Moment nie in meinem Leben vergessen können, als er es aussprach.
Könnt Ihr es verstehen, daß ich es nicht ertragen konnte, das Kleine in mir zu haben. Ich habe mir die Augen ausgeheult. Mein Mann hat mir noch gut zugesproche, als er sagte, natürlich kannst Du das aushalten, es ist unser Kind, unser Fleisch und Blut.
Heute war ich dann also in der Klink. Der Muttermund war noch ganz fest verschlossen und nach dem Eingriff hat mir die Ärztin gesagt, daß das Kleine noch ganz fest in der Gebärmutter saß. Es wollte also auch nicht gehen. Ich bin so verzweifelt und traurig. Ich weiss einfach nicht mehr weiter. Ich musste es jetzt hier einfach von der Seele schreiben. Ich fühle mich jetzt so leer.
Danke daß Ihr mir "zugehört" habt.
Alles Gute für Euch alle
Monika