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Sigrid Gerbert    24. Februar 2009 | Esslingen
schön dass es Menschen gibt die sich mit ihrer Trauer nicht verstecken. 
Ich hab mein "Knöllchen" am 13.02.09 verloren, den Vater des Kindes (er wollte das Kind nicht) gleich mit dazu. 
Nachdem ich aus dem Krankenhaus raus war hat er jeden Kontakt abgebrochen. 
Ich habe für mein Kind im örtlichen Amtsblatt eine Abschiedsanzeige aufgegeben, wofür ich von einigen Menschen angeriffen und verurteilt werde. 
Es ist eine schwere Zeit, die ich ohne die Liebe, das Mitgefühl und die Zuwendung von Freunden nicht bewältigen würde dafür bin ich sehr dankbar. 
Das Recht um ungeborene Kinder zu Trauern scheint leider ein Tabu-Thema zu sein.  
Ausser in der Anonymität des Internets findet nicht viel Austausch statt. 
Ich lebe im Kreis Esslingen und wenn es Betroffene aus diesem Umfeld gibt, die an einem persönlichen Austauch in Form eins Treffens oder Gruppengesprächen interessiert sind würde ich mich sehr über einen Kontakt freuen (sigrid.gerbert@online.de).

Krah Irena    12. Februar 2009 | Frankfurt am Main
Hallo Ihr beiden, 
ich habe kein Sternenkind verloren aber ich strebe eine Ausbildung zur Hebamme an und finde es besonders wichtig, das Thema Tod und Trauer in der Geburtshilfe zu ent-tabuisieren. Denn zu viele -eigentlich ausgebildete- Fachkräfte scheinen im Umgang mit trauernden oder zunächst traumatisierten Eltern überfordert zu sein. 
 
Ich finde Eure seite ganz klasse! Und auch ich habe ganz fest und aus tiefstem Herzenan Jonas und Elias sowie die vielen anderen Sternenkinder-Freunde in der Traumlandschaft gedacht. 
Ich wünsche Euch weiterhin viel Energier für Euren Felix-Joel und immer wieder Momente, in denen Ihr mit dem Wissen, Eure Zwillinge fest im Herzen zu tragen lächeln und vielleicht nach Bedarf weinen könnt. 
 
Ich möchte Euch ein gedicht von Hermann Hesse auf den Weg geben: 
 
Auf den Tod eines kleinen Kindes 
 
Jetzt bist du schon gegangen, Kind, 
und hast vom Leben nichts erfahren, 
indes in unsren welken Jahren 
wir Alten noch gefangen sind. 
 
Ein Atemzug, ein Augenspiel, 
der Erde Luft und Licht zu schmecken, 
war dir genug und schon zuviel; 
Du schliefst ein, nicht mehr zu wecken. 
 
Vielleicht in diesem hauch und Blick 
sind alle Spiele, alle Mienen 
Des ganzen Lebens dir erschienen, 
erschrocken zogst du dich zurück. 
 
Vielleicht, wenn unsre Augen, Kind, 
einmal erlöschen, wird uns scheinen, 
sie hätten von der Erde, Kind, 
nicht mehr gesehen, als die deinen. 
 
Alles Liebe! Irena


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