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Geschrieben von MM   

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Eine Fehlgeburt oder ein tot geborenes Kind wird von der Umgebung der Eltern oft nicht als »vollwertiges« Kind angesehen, sondern als ein »Zwischenfall«, den man schnell wieder vergessen soll, um an ein »neues« Baby zu denken. Darum verschweigen viele Frauen und Ehepartner ihre Trauer, doch gerade das ist sehr belastend.

Fehlgeburten und Totgeburten gibt es leider immer mehr. Die meisten werden verschwiegen, es ist ein Tabuthema, aber es zerreist einen wenn man nicht reden kann. Am Anfang ist die Trauer riesig, jeder ist besorgt um einen. Nach einer Zeit kehrt der Alltag wieder ein, aber er wird NIE mehr so sein wie er mal war. Wenn medizinisch alles in Ordnung ist dann fragt keiner mehr. Nach außen hin funktioniert man, aber wie es innerlich aussieht?

Danach traut sich auch keiner zufragen, weil die meisten damit nicht umgehen können. Das was wir erleben mussten ist schrecklich. Wir hatten Kinder der Hoffnung, unsere Liebe umhüllte sie, unsere Fantasie schmückte unser Leben aus.

Nur was ist jetzt? Alles zerplatzt. Was bleibt ist die Erinnerung. Ein Grab und eine Schachtel mit Erinnerungen an die Kinder, die Kinder die zur Trauer wurden. Unsere Kinder!

Viele reagieren anders, mache Paare bringt es näher, manche schweigen. Familie, Freunde, für alle geht das Leben weiter, nur für einen selbst nicht. Es fehlt etwas. Dieses »Etwas« wird immer ein Teil von uns sein. Der Entbindungstermin rückt näher, der erste Todestag, alles Erinnerungen, aber mit wem will man sprechen?

Die meisten können es nicht nachempfinden. Es gibt Tage da geht es gut und dann kommt wieder ein Rückschlag, dabei sah es gestern noch gut aus, und keiner kann es nachvollziehen. Ich selber habe meine Kinder im Mai verloren. Es waren Kinder der Hoffnung, der Freude und des Lebens, es waren Kinder der Liebe. Unsere Trauer ist unendlich und sie fehlen uns jeden Tag mehr.
Vielleicht geht es dem ein oder anderen genauso und mag sich mit mir (uns) austauschen. Eine Art Gesprächskreis, oder einfach mal wenn es wieder schlecht geht, einen Kaffee trinken, telefonieren und über seinen Schmerz reden, mit jemanden der es nur zu gut verstehen kann was in einem vorgeht.

Wir mussten Jonas und Elias verabschieden ohne sie je richtig auf dieser Erde begrüßt zuhaben. In unserem Herzen bleiben sie für immer unvergessen, nun wohnen Sie im Hause Gottes wo viele Wohnungen sind. Sie sind kleine Sterne, die immer für uns leuchten.