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Trauerarbeit
Geschrieben von MM   

Vorweg: Sie müssen trauern. Weinen um ein Kind ist etwas sehr persönliches. Manchmal kommen die Tränen ungewollt - weinen Sie trotzdem! Außenstehende werden das nicht verstehen - sie kennen die Bindung zwischen Mutter und Kind nicht.  Auch Väter können eine starke Bindung zum Kind haben - und wenn es nur die begleitenden Besuche beim Frauenarzt oder das tägliche Streicheln des Babybauches ist. 

Es ist nicht leicht über den Tod des Kindes zu sprechen. Es gibt viele unterschiedliche Arten zu trauern - das ist bei jedem Mensch individuell - genau wie das weinen. Trauern verläuft in Phasen. Jede Phase kann unterschiedlich lange dauern.

Manche (besonders Väter) arbeiten fast rund um die Uhr - nur um sich abzulenken. Das ist der falsche  Weg. Die Trauer wird dadurch nicht verdrängt - im Gegenteil. Sie wird größer und größer und ist nachher nur mit einer psychotherapeutischen  Behandlung aufzuarbeiten. Richtig trauern ermöglicht das Ablösen und  Loslassen vom Geschehenen. Vielleicht gibt es in Ihrer Stadt oder Umgebung Trauerseminare die Ihnen den Weg dahin vermitteln. Weinen und trauern Sie wann immer Ihnen danach ist. Sie haben das Recht und allen Grund dazu.