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Hier ein Beispiel eines (unseres) Trauerrituals. Es hilft über den Schmerz und den Verlust hinwegzukommen.
Es gibt keinen Ort, keinen Platz, es ist nicht da, das Kind der Hoffnung, der Freude, der Liebe, das sehnlicht erwartet wurde. Eben war noch Freude und mit einem Mal von jetzt auf gleich, nur noch Traurigkeit, Trauer, und eine einzige Frage die uns beschäftigt.
WARUM???
Warum passiert das gerade mir?
Warum konnte das geschehen?
Viele mussten das erleben.
Man redet nicht darüber.
Es ist wie das Thema Tot allgemein ein Tabuthema.
Aber da war doch schon was.
Ein Teil von mir.
Der jetzt gegangen ist, ohne das ich ihn jemals richtig begrüßen konnte.
Ich brauche einen Platz der Trauer.
Einen Platz wo ich hin kann, der nur mir ist, wo ich weiß was er zu bedeuten hat.
Manche haben das Glück und können Ihr „ungeborenes“ beerdigen.
Anonym oder auf dem Friedhof .
Dann habe ich einen Platz, wo ich Blumen hinbringen kann.
Einen Brief oder einen Teddy.
Was aber wenn mir diese Möglichkeit nicht gegeben wurde?
Es ist wichtig mit der Trauer umzugehen. Sich Rituale zuschaffen.
Ich gehe jeden Tag auf den Friedhof und abends brennen bei uns im Schlafzimmer zwei Kerzen, als Zeichen für unsere unendliche Liebe und Trauer. Es stehen zwei Engel und immer zwei Blumen daneben. Alles doppelt.
Es waren ja zwei. Jetzt sind es zwei Engel im Himmel die auf uns schauen und über uns wachen.
Es ist wichtig Erinnerungen zu schaffen. Wir haben eine Kiste, wo wir die ersten Strampler, den Mutterpass, die Spieluhr und die Fotos drinnen haben. Und wenn uns danach ist dann schauen wir es uns an und denken dabei an unsere Mäuse. Es ist wichtig diese Erinnerungstücke aufzuheben und immer wieder nach Bedarf anzuschauen, weil was haben wir noch? Nur die Erinnerung.
Manche pflanzen im Garten oder an einem anderen Ort einen Baum für Ihr Sternchen. Es ist ein altes Ritual das wenn ein Kind geboren wird man einen Baum pflanzt. Aber auch wenn ich mein Kind nicht an der Hand habe, so habe ich es im Herzen und habe ein Kind. Man kann sich einen Stern für sein Sternchen kaufen, der dann immer leuchtet. Manche schreiben Briefe und lassen sie mit Luftballons fliegen. Es ist wichtig über seine Trauer zu sprechen.
Selbsthilfegruppen, Internetforen, Bücher, es gibt viel zu diesem Thema. Eine Ecke in der Wohnung gestalten die an das Sternchen erinnert. Vielleicht mit Blumen, mit einer selbst gemachten Schale mit Pflanzen drinnen.
Sich etwas persönliches zulegen, was einen an sein Kind erinnert. Ich habe von meinen beiden auf der Karte mit Ihren Bildern Fußabdrücke, und habe mir ein Armband anfertigen lassen mit je einem Fuß und den Namen hinten drauf eingraviert. Man kann sich auch eine Kette mit einen Stern zulegen.
Was bleibt uns außer die Erinnerung und die Ultraschallbilder? Es bleibt die tiefe Trauer, der Schmerz und die immer wiederkehrende Frage nach dem WARUM?
Das sind alles nur Beispiele die helfen sollen mit der Trauer umzugehen.
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